
La Venue de l’Avenir (2025): Handlung, Kritik & Stream
Es gibt Filme, die eine Familie durch ein verlassenes Haus schicken. Und dann gibt es Filme, die eine Familie durch zwei Jahrhunderte schicken. Cédric Klapisch hat mit “La Venue de l’Avenir” beides gewagt – und seinen 15. Langfilm als eine Art impressionistisches Zeitenspiel inszeniert, das am 22. Mai 2025 in die französischen Kinos kam. Wer jetzt neugierig wird, was einen in jenen zweieinhalb Stunden erwartet, findet hier alle Fakten, alle offenen Fragen und ehrliche Einschätzungen.
Regisseur: Cédric Klapisch · Erscheinungsdatum: 22. Mai 2025 (Frankreich) · Genre: Comédie dramatique · Premiere: Festival de Cannes 2025 (hors compétition) · Produktionsland: Frankreich
Kurzüberblick
- Handlung: Erbschaft eines verlassenen Hauses in der Normandie (AlloCiné)
- Premiere: Cannes 2025 hors compétition (Festival de Cannes)
- Dauer: 126 Minuten (Wikipédia)
- Exakte Hauptbesetzung ohne vollständige Bestätigung
- Streaming-Verfügbarkeit außerhalb Frankreichs ungewiss
- Handlungszeit: 2024/2025 und 1895
- Frankreich-Start: 22. Mai 2025
- Québec-Start: 5. September 2025
- Kinoveröffentlichungen in weiteren Ländern erwartet
- Streaming-Rechte-Verhandlungen für internationale Märkte
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Titel | La Venue de l’Avenir |
| Jahr | 2025 |
| Regisseur | Cédric Klapisch |
| Länge | 126 Minuten |
| Sprache | Französisch |
| Genre | Comédie dramatique |
| Premiere | Festival de Cannes 2025 (hors compétition) |
| Produktionsgesellschaft | Ce qui me meut |
| Verleih | StudioCanal |
| Drehbuch | Cédric Klapisch, Santiago Amigorena |
Ist La Venue de l’Avenir eine wahre Geschichte?
Nein. “La Venue de l’Avenir” ist keine wahre Begebenheit, sondern eine fiktive Familienchronik. Der Film spielt allerdings mit dokumentarischen Elementen, die eine historische Authentizität vermuten lassen könnten.
Hintergrund der Handlung
Die Geschichte beginnt in der Gegenwart (2024/2025), als vier Cousins und Cousinen – Seb, Guy, Céline und Abdelkrim – ein verlassenes Haus in der Normandie erben. Was auf den ersten Blick wie ein klassisches Familienerbstück aussieht, entpuppt sich als Tor zu einer anderen Zeit: Durch Träume, Ayahuasca, alte Briefe und Fotografien lernen sie die Geschichte ihrer Urgroßmutter Adèle aus dem Jahr 1895 kennen.
Klapisch verwebt damit geschickt zwei Zeitebenen. 1895 war ein Jahr der Umbrüche: Die Fotografie wurde erfunden, der Kinematograph stand vor der Tür, der Impressionismus blühte auf. Der Film zieht Parallelen zur Gegenwart, in der Künstliche Intelligenz und soziale Medien vergleichbare Erschütterungen auslösen. Diese Verbindung von analogen und digitalen Revolutionen bildet das thematische Rückgrat.
Was ist das Thema des Films La Venue de l’Avenir?
Auf den ersten Blick geht es um eine Familienerbschaft. Bei genauerem Hinsehen enthüllt Klapisch jedoch ein vielschichtiges Porträt über Zeit, Erinnerung und den Wert von Familienbanden.
Zusammenfassung der Handlung
Vier Cousins und Cousinen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Hintergründe treffen sich nach dem unerwarteten Tod einer Tante in der Normandie. Das Haus wurde seit 1944 nicht mehr bewohnt – eine lange Zeit, in der die Familie auseinanderdriftete. Bei der Renovierung und Erkundung des Anwesens stoßen sie auf Briefe, Fotografien und Tagebucheinträge ihrer Vorfahrin Adèle, die um 1895 in Paris lebte.
Was als genealogisches Projekt beginnt, wird zur persönlichen Reise. Jeder der vier entdeckt etwas anderes über sich selbst. Seb, der Älteste, hadert mit beruflichen Misserfolgen. Guy sucht nach Orientierung. Céline fragt sich, ob sie die richtigen Entscheidungen im Leben getroffen hat. Abdelkrim entdeckt eine Seite seiner Familiengeschichte, die ihm niemand erzählt hatte.
Zeitreise-Elemente
Die Zeitreise in “La Venue de l’Avenir” funktioniert nicht im Sinne eines Science-Fiction-Films. Stattdessen bewegen sich die Figuren durch Träume, Visionen und das Studium historischer Dokumente zwischen den Zeiten. Ayahuasca spielt als Medium der Zeitreise eine zentrale Rolle, wenn auch nicht im Mainstream-Sinne dargestellt.
Diese Technik erlaubt es Klapisch, das 19. Jahrhundert nicht als statische Kulisse zu präsentieren, sondern als lebendige Epoche mit eigenen Aufbrüchen und Konflikten. Die Erfindung der Fotografie und des Kinos 1895 wird dabei zum Spiegel der heutigen Bildflut in sozialen Medien.
Klapisch zeigt, dass jede Generation mit Umwälzungen kämpft. 1895 waren es Dampfmaschine und Elektrizität; heute sind es KI und Algorithmen. Der Film versteht sich als Beruhigungsmittel – aber auch als Warnung.
Wer ist die Sängerin im Film La Venue de l’Avenir?
Die Frage nach der Sängerin in “La Venue de l’Avenir” verweist auf Pomme, eine bekannte französische Singer-Songwriterin, die im Film mitwirkt.
Pomme (chanteuse)
Pomme, bürgerlich Pomeline Kalfon, ist seit 2019 eine feste Größe im französischen Musikgeschäft. Ihr Debütalbum “À quoi bon” etablierte sie als poetische Stimme der jüngeren Generation. In “La Venue de l’Avenir” ist sie als Darstellerin zu sehen – eine Premiere für die Musikerin, die bisher ausschließlich durch ihre Musik bekannt war.
Ihre Rolle im Film ist nicht die einer professionellen Schauspielerin, sondern eher die einer authentischen Präsenz. Pomme verkörpert einen Teil der Familiengeschichte, vermutlich als Verbindung zwischen den Zeitebenen.
Weitere Darsteller
Die Hauptbesetzung setzt sich aus erfahrenen Schauspielern und aufstrebenden Talenten zusammen:
- Vincent Macaigne – bekannt für seine intensive Präsenz in sozialkritischen Dramen
- Suzanne Lindon – Tochter von Pierre Niney, selbst auf dem Weg zu einer bedeutenden Karriere
- Abraham Wapler – aufstrebender Darsteller mit besonderer Ausstrahlung
Die vollständige Besetzungsliste wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht offiziell bestätigt. Das Festival du film d’amour erwähnt eine umfassende Besetzung, nennt aber keine Einzelheiten.
Wo kann man den Film La Venue de l’Avenir sehen?
Die Streaming-Situation für “La Venue de l’Avenir” ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt.
Streaming-Optionen
In Frankreich ist eine Verfügbarkeit über Prime Video wahrscheinlich, da Amazon in den französischen Kinomarkt investiert hat. Eine Bestätigung steht jedoch aus.
Cinoche und AlloCiné sind weitere Anlaufstellen für Informationen über Verleih- und Streaming-Rechte.
Kinostarts
Der Kinostart in Frankreich fand am 22. Mai 2025 statt. In Québec ist der Film seit dem 5. September 2025 in den Kinos zu sehen.
Internationale Veröffentlichungen sind für 2025 und 2026 angekündigt, konkrete Termine variieren je nach Markt.
Die Streaming-Verfügbarkeit außerhalb Frankreichs ist derzeit nicht bestätigt. Wer den Film vor einer offiziellen Ankündigung sehen möchte, sollte die Kinotermine in seinem Land prüfen.
Was sind die Drehgeheimnisse des Films La Venue de l’Avenir?
“La Venue de l’Avenir” ist das erste Kostümfilm von Cédric Klapisch – ein Wagnis für den Regisseur, der bisher ausschließlich in der Gegenwart spielte.
Produktionsdetails
Die Produktionsfirma Ce qui me meut, gegründet von Klapisch selbst und Bruno Lévy, verantwortet den Film. StudioCanal übernahm den Verleih. Das Drehbuch schrieb Klapisch gemeinsam mit Santiago Amigorena, seinem langjährigen collaborator.
Die Dreharbeiten fanden an authentischen Schauplätzen in der Normandie und in Paris statt. Das verlassene Haus, das im Zentrum der Handlung steht, ist ein reales Gebäude – zwar nicht seit 1944 unbewohnt, aber mit einer entsprechenden Atmosphäre.
Besondere Techniken
Klapisch experimentierte für die Zeitreise-Szenen mit visuellen Effekten, die an die Anfänge der Fotografie erinnern. Sepiabraune Töne, körnige Oberflächen und eine bewusst altmodische Bildsprache unterscheiden die 1895-Szenen von der Gegenwart.
Die Ayahuasca-Szenen wurden mit einer Mischung aus praktischen Effekten und digitaler Nachbearbeitung realisiert. Klapisch beschrieb in Cannes, dass er eine traumähnliche Qualität anstrebte, die sich von konventionellen Trickaufnahmen unterscheidet.
Klapisch wagt sich auf neues Terrain – das erste Kostümfilm seiner Karriere. Die Belohnung ist ein visuell reiches Erlebnis; das Risiko ist der Verlust seiner typischen Leichtigkeit.
Stimmen zum Film
On est tellement inondé d’images et j’ai voulu rire du pire mais aussi montrer qu’il y a aussi une possibilité de fabriquer des choses intelligentes et créatives.
— Cédric Klapisch (Regisseur, im Interview beim Festival de Cannes)
Il règne dans ce film une bonne humeur contagieuse, un appétit, une joie de faire revivre cette fascinante transformation du monde.
— Bande à Part (französische Filmzeitschrift)
Was sagen die Kritiken zu La Venue de l’Avenir?
Die Rezensionen zu “La Venue de l’Avenir” fallen gemischt aus. Während einige Kritiken die Innovationsfreude loben, bemängeln andere die Umsetzung.
AlloCiné zeigt positive Zuschauerreaktionen mit Lob für das ursprüngliche Szenario und die flüssigen Übergänge. Die Plattform Critikat hebt besonders die Produktionsqualität und den Mut zur Genre-Mischung hervor.
Bande à Part beschreibt eine “ansteckende gute Laune” und lobt die Freude, mit der Klapisch die faszinierenden Transformationen der Welt wiederaufleben lässt – auch wenn einige Dialoge zu erklärend wirken.
Auf der anderen Seite steht Genre-Ecran.net mit einer kritischeren Analyse: Der Film ignoriere Machtverhältnisse bezüglich Geschlecht, Klasse und Ethnizität – ein Vorwurf, der zeigt, dass nicht alle Aspekte gleichermaßen durchdacht sind.
Der Blog Lorenztradfin bezeichnet den Film als “sympathisch” und durchaus ansehbar, kritisiert aber, dass er nicht die Kraft von Klapischs vorherigem Film “En corps” erreicht.
Stärken
- Originelles Konzept: Zeitreise als Familienexpedition
- Gelungene Parallelen zwischen 1895 und heute
- Pommes Musik verleiht dem Film emotionale Tiefe
- Schöne Bilder und durchdachte Produktion
- Humanistische Botschaft über Familienbande
Schwächen
- Manche Dialoge wirken zu erklärend
- Das dritte Viertel verliert an Momentum
- Oberflächliche Behandlung gesellschaftlicher Machtverhältnisse
- Das Zeitreise-Konzept wird nicht konsequent zu Ende gedacht
Wer ist der Regisseur von La Venue de l’Avenir?
Cédric Klapisch, bekannt für Filme wie “L’Auberge espagnole” und “En corps”, hat “La Venue de l’Avenir” inszeniert. Es ist sein 15. Langfilm und gleichzeitig sein erstes Kostümfilm.
Was ist der englische Titel von La Venue de l’Avenir?
Ein englischer Titel wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht offiziell angekündigt. Die beiden Worte bedeuten wörtlich “Die Ankunft der Zukunft” oder “Das Kommen der Zukunft”.
Gibt es La Venue de l’Avenir auf Wikipedia?
Ja, der Film hat einen Eintrag auf der französischsprachigen Wikipédia mit Details zu Besetzung, Produktion und Handlung.
Wann startet La Venue de l’Avenir in Montréal?
In Québec startete der Film am 5. September 2025 in den Kinos.
Welche Presse-Kritiken gibt es zu La Venue de l’Avenir?
Die Kritiken sind gemischt. AlloCiné und Bande à Part loben die Innovationsfreude, während Genre-Ecran.net die oberflächliche Behandlung sozialer Themen kritisiert.
Was ist die Bewertung für La Venue de l’Avenir?
Offizielle Aggregator-Bewertungen (wie auf Allociné oder Metacritic) lagen zum Zeitpunkt der Recherche noch nicht vor.
Wo findet man Trailer zu La Venue de l’Avenir?
Der offizielle Trailer ist auf YouTube verfügbar. Die bande-annonce zeigt die Grundzüge der Handlung und gibt einen Eindruck vom visuellen Stil.
Was bleibt nach zwei Stunden mit “La Venue de l’Avenir”? Ein Film, der mehr kann als die meisten, aber nicht alles einlöst, was er verspricht. Klapisch hat den Sprung ins 19. Jahrhundert gewagt – und obwohl nicht jede Szene sitzt, gelingen ihm genug starke Momente, um den Film für Cinephile und Klapisch-Fans empfehlenswert zu machen.
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