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Blutdruck-Tabelle nach Alter für Frauen: Normalwerte & Tipps

Freddie Henry Murray • 2026-07-09 • Gepruft von Hannah Fischer

Vielleicht fragen Sie sich, ob Ihre Blutdruckwerte noch im Rahmen liegen – vor allem als Frau im fortgeschrittenen Alter. Die gute Nachricht: Es gibt klare Tabellen und Empfehlungen, die Ihnen Orientierung geben, und laut der Deutschen Herzstiftung ist ein Wert von 120/70 mmHg erstrebenswert, doch mit den Jahren verändern sich die Grenzen.

Normaler Blutdruck (Frauen 20–29 Jahre): 119/75 mmHg ·
Normaler Blutdruck (Frauen 30–39 Jahre): 122/78 mmHg ·
Normaler Blutdruck (Frauen 40–49 Jahre): 130/84 mmHg ·
Zielblutdruck (ältere Frauen, laut Hochdruckliga): unter 135/85 mmHg ·
Gefährlicher Blutdruck (Frauen): ab 180/120 mmHg ·
Anteil Frauen mit Bluthochdruck ab 65 Jahren: etwa so häufig wie Männer (50 %)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die folgende Tabelle fasst die Normalwerte für Frauen nach Alter zusammen:

Blutdruck-Normalwerte Frauen nach Alter – Schnellübersicht
Altersgruppe Normalwert (mmHg) Quelle
20–29 Jahre 119/75 Praktischarzt – Gesundheitsportal
30–39 Jahre 122/78 Praktischarzt – Gesundheitsportal
40–49 Jahre 130/84 Praktischarzt – Gesundheitsportal
50–59 Jahre 135/86 Praktischarzt – Gesundheitsportal
60–69 Jahre 137/85 Praktischarzt – Gesundheitsportal
70+ Jahre unter 135/85 (Ziel) Deutsche Hochdruckliga – Leitlinie
Warum das wichtig ist

Der morgendliche Blutdruckgipfel zwischen 6 und 10 Uhr ist der beste Indikator für das Risiko von Herz-Kreislauf-Ereignissen – messen Sie daher unbedingt früh nach dem Aufwachen, bevor Sie frühstücken.

Ein Vergleich der Leitlinien zeigt unterschiedliche Zielwerte:

Vergleich der Zielblutdruckwerte nach Leitlinien
Leitlinie / Quelle Zielwert für Frauen über 65 Anmerkungen
Deutsche Hochdruckliga Unter 135/85 mmHg Bei guter Verträglichkeit auch 120–129 mmHg systolisch
Charité – Europäische Leitlinien (ESC/ESH) Unter 140/90 mmHg (auch für über 80-Jährige) Gilt bei Berücksichtigung von Begleiterkrankungen
MedMedia – ESC/ESH für Ältere 130–139/70–80 mmHg Für ältere und sehr alte Patienten
US-Fachgesellschaften (Charité zit.) Unter 130/80 mmHg Strenger als europäische Vorgaben

Fünf verschiedene, teils abweichende Zielwerte – ein klares Muster: Für ältere Frauen gilt ein systolischer Bereich zwischen 120 und 140 mmHg als akzeptabel, wobei die Verträglichkeit und Begleiterkrankungen den Ausschlag geben.

Wie hoch darf der Blutdruck bei einer älteren Frau sein?

Blutdruck normalwerte tabelle nach alter frauen

  • Im Alter von 20–29 Jahren liegt der Durchschnitt bei 119/75 mmHg (Praktischarzt – medizinisches Nachschlagewerk)
  • 30–39 Jahre: 122/78 mmHg
  • 40–49 Jahre: 130/84 mmHg
  • 50–59 Jahre: 135/86 mmHg
  • 60–69 Jahre: 137/85 mmHg
  • Ab 70 Jahren orientiert sich der Zielwert an der 135/85‑mmHg‑Grenze der Hochdruckliga.

Zielblutdruck für ältere Frauen (über 65 Jahre)

  • Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt einen Zielblutdruck von unter 135/85 mmHg, bei guter Verträglichkeit sogar 120–129 mmHg systolisch.
  • Die Charité fasst europäische Leitlinien mit einem Ziel von unter 140/90 mmHg zusammen – auch für über 80-Jährige.
  • Die Deutsche Herzstiftung betont, dass Werte zwischen 120–139/70–89 mmHg als erhöht gelten und beobachtet werden sollten.

Blutdruck im Alter von 70, 75 und 80 Jahren: konkrete Werte

  • Für Frauen über 70 sind systolische Werte zwischen 130 und 140 mmHg typisch – die diastolischen Werte sinken leicht gegenüber dem mittleren Alter.
  • Ab 80 Jahren gelten weiterhin die europäischen Zielwerte unter 140/90 mmHg, wie die Charité berichtet.
  • Die ESC/ESH-Darstellung auf MedMedia nennt für sehr alte Menschen Zielwerte von 130–139/70–80 mmHg.

Der Kern: Die Zielwerte werden mit dem Alter nicht automatisch höher – die Leitlinien empfehlen eher enge Korridore, um Organschäden zu vermeiden. Für Frauen über 65 bedeutet das: unter 140/90 mmHg ist Pflicht, unter 135/85 mmHg ist das optimale Ziel.

Für ältere Frauen gilt: Der Blutdruck sollte unter 140/90 mmHg liegen, optimal unter 135/85 mmHg, abhängig von Verträglichkeit und Begleiterkrankungen.
Der Zusammenhang

Weniger als 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag können das Blutvolumen senken und paradoxerweise zu Blutdruckspitzen führen – besonders bei älteren Frauen, deren Durstgefühl nachlässt.

Welche Tageszeit ist der Blutdruck am höchsten?

Morgendlicher Blutdruckgipfel

  • Der Blutdruck erreicht zwischen 6 und 10 Uhr seinen höchsten Wert – das liegt am Anstieg von Stresshormonen nach dem Aufwachen (Deutsche Herzstiftung – zirkadianer Rhythmus)
  • Dieser morgendliche Gipfel ist ein starker Prädiktor für kardiovaskuläre Ereignisse wie Schlaganfälle.

Zirkadianer Rhythmus und Blutdruck

  • Im Schlaf sinkt der Blutdruck natürlicherweise um 10–20 % (Deutsche Hochdruckliga – Dipper-Phänomen)
  • Fehlt diese nächtliche Absenkung (Non-Dipper), steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Was das bedeutet: Wer morgens nach dem Aufwachen misst, erfasst das höchste tägliche Blutdruckniveau – genau dieser Wert ist für die Risikoeinschätzung entscheidend.

Der morgendliche Blutdruckgipfel (6–10 Uhr) ist der kritischste Wert – messen Sie früh nach dem Aufwachen, um das Risiko richtig einzuschätzen.

Hat die Trinkmenge Einfluss auf den Blutdruck?

Wie viel Wasser senkt oder erhöht den Blutdruck?

  • Zu wenig Flüssigkeit reduziert das Blutvolumen und kann Blutdruckabfall auslösen – aber auch paradoxe Spitzen durch Gegenregulation (Deutsche Herzstiftung – Flüssigkeitshaushalt)
  • Alkohol entwässert und kann kurzfristig den Blutdruck senken, langfristig aber erhöhen.

Empfohlene Trinkmenge für ältere Frauen

  • Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt 1,5–2 Liter täglich – vorzugsweise Wasser oder ungesüßte Kräutertees.
  • Koffeinhaltige Getränke können den Blutdruck kurzfristig um 5–10 mmHg erhöhen; bei regelmäßigem Konsum tritt Gewöhnung ein.

Das Fazit: Ausreichend trinken (1,5–2 Liter) stabilisiert den Kreislauf und verhindert gefährliche Schwankungen – insbesondere bei älteren Frauen, deren Durstgefühl nachlässt.

Ältere Frauen sollten täglich 1,5–2 Liter trinken, um Blutdruckspitzen zu vermeiden – ihr Durstgefühl lässt nach, daher ist bewusstes Trinken wichtig.

Welcher Blutdruck ist bei Frauen gefährlich?

Ab wann spricht man von einer hypertensiven Krise?

  • Eine hypertensive Krise liegt bei Werten ab 180/120 mmHg vor (Deutsche Hochdruckliga – Notfallkriterien)
  • Werte über 140/90 mmHg gelten laut aktuellen Leitlinien als Bluthochdruck (ADAC – Gesundheitsrichtlinien)

Symptome bei gefährlich hohem Blutdruck

  • Kopfschmerzen (vor allem im Hinterkopf), Schwindel, Sehstörungen, Nasenbluten und Übelkeit können Anzeichen sein.
  • Bei Werten über 180/120 mmHg mit Symptomen ist sofort der Notarzt zu rufen.

Der Fall: Plötzliche Spitzen sind gefährlicher als chronisch erhöhte Werte – weil sie die Gefäßwände akut überlasten und zu Blutungen führen können. Für Frauen ab 60 bedeutet das: Werte über 180/120 mmHg sind ein Alarmzeichen.

Ab 180/120 mmHg liegt eine hypertensive Krise vor – sofort Notarzt rufen, besonders bei Frauen über 60.

Wann ist die beste Zeit zum Blutdruckmessen?

Richtige Messzeitpunkte laut Leitlinien

  • Messen Sie morgens innerhalb einer Stunde nach dem Aufwachen, vor dem Frühstück, und abends vor dem Schlafengehen (Deutsche Hochdruckliga – Messprotokoll)
  • Führen Sie an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Messserie durch, um verlässliche Durchschnittswerte zu erhalten.

Ruhebedingungen vor der Messung

  • 5 Minuten ruhig sitzen, Beine nicht überkreuzt, Arm mit Manschette in Herzhöhe auflegen (Praktischarzt – Messanleitung)
  • 30 Minuten vorher kein Kaffee, Rauchen oder Sport.
  • Die Oberarmmanschette sollte für Frauen mit dünnem Oberarm die richtige Größe haben (Standardgröße 22–32 cm).

Der Trick: Selbst die beste Tabelle nützt nichts, wenn die Messung falsch ist – standardisierte Bedingungen sind der Schlüssel zu verwertbaren Werten.

Messen Sie morgens und abends unter standardisierten Bedingungen – nur so erhalten Sie verwertbare Werte.

Wie stark darf der Blutdruck am Tag schwanken?

Normale Schwankungen im Tagesverlauf

  • Schwankungen von 10–20 mmHg systolisch sind normal und spiegeln den zirkadianen Rhythmus wider (Deutsche Herzstiftung – Tagesprofil)
  • Körperliche Aktivität, Stress, Koffein oder Alkohol können kurzfristige Anstiege auslösen.

Wann sind Schwankungen bedenklich?

  • Größere Schwankungen (über 20–30 mmHg systolisch) deuten auf eine gestörte Blutdruckregulation hin.
  • Ein fehlender nächtlicher Abfall (Non-Dipper) oder extreme Spitzen am Morgen sind Risikofaktoren (Deutsche Hochdruckliga – Schwankungsbreite)

Die Konsequenz: Ein Blutdrucktagebuch hilft, das persönliche Muster zu erkennen – wer weiß, wann seine Werte steigen, kann gezielt gegensteuern.

Ein Blutdrucktagebuch aufzuzeichnen hilft, Schwankungen zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.

Welches Getränk senkt schnell den Blutdruck?

  • Hibiskustee wird in der Volksmedizin als blutdrucksenkend beschrieben – die Studienlage ist jedoch nicht eindeutig (Assmann-Stiftung – Pflanzenwirkstoffe)
  • Brennnesseltee wirkt leicht entwässernd und kann über eine Volumenreduktion den Druck senken, aber nicht bei Daueranwendung.
  • Rote-Bete-Saft enthält Nitrat, das die Gefäße erweitert – ein Effekt, der in Studien etwa 3–5 mmHg systolische Senkung zeigt.
  • Wichtig: Kein Getränk ersetzt eine medikamentöse Therapie, wenn der Bluthochdruck bereits behandlungsbedürftig ist.

Die Wahrheit: Ein Glas Hibiskustee oder Rote-Bete-Saft kann kurzfristig messbar helfen – wer aber dauerhaft unter Bluthochdruck leidet, braucht ärztliche Begleitung und nicht nur einen Tee.

Hibiskustee und Rote-Bete-Saft können kurzfristig helfen, ersetzen aber keine ärztliche Therapie bei behandlungsbedürftigem Bluthochdruck.

Bestätigte Fakten

  • Blutdruckwerte steigen mit dem Alter durch arterielle Steifheit (Deutsche Hochdruckliga)
  • Ab 65 haben Frauen gleich häufig Bluthochdruck wie Männer (50 %) (Deutsche Herzstiftung)
  • Zielblutdruck ältere Frauen: unter 135/85 mmHg (Deutsche Hochdruckliga)
  • Hypertensive Krise ab 180/120 mmHg (Deutsche Hochdruckliga)
  • Messen morgens vor Frühstück und abends vor Schlaf (Deutsche Hochdruckliga)

Was unklar ist

  • Optimale Kaliumdosis bei älteren Frauen – individuell unterschiedlich (Deutsche Herzstiftung)
  • Dauerhafter Effekt von Hibiskustee nicht durch Studien belegt (Assmann-Stiftung)
  • Ob US-Zielwerte (<130/80 mmHg) für ältere Frauen in Europa übernommen werden sollten, wird diskutiert (Charité)
  • Die Normalwerte für Frauen über 70 sind nicht einheitlich: Die Hochdruckliga gibt einen Zielwert von unter 135/85 mmHg an, während andere Quellen höhere Werte nennen (MedMedia – ESC/ESH)
  • Die Langzeitwirkung von Alkohol auf den Blutdruck bei älteren Frauen ist nicht abschließend geklärt (Deutsche Herzstiftung)

„Für ältere Menschen empfehlen wir einen Zielblutdruck von 120–129 mmHg systolisch, wenn die Therapie gut vertragen wird. Bei schlechter Verträglichkeit sollte der Druck so niedrig wie möglich oberhalb von 130 mmHg gehalten werden.“

— Deutsche Hochdruckliga – Basiswissen Blutdruck im Alter

„Frauen haben ab 65 Jahren gleich häufig Bluthochdruck wie Männer. Die Blutdruckwerte steigen mit dem Alter an – und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“

— Deutsche Herzstiftung – Bluthochdruck bei Frauen

Für Frauen über 65 ist die regelmäßige Blutdruckkontrolle und das Führen eines Tagebuchs der Schlüssel zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wer seine Werte kennt und bei Abweichungen rechtzeitig handelt, minimiert das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Für die ältere Frau mit Bluthochdruck ist die Konsequenz klar: täglich messen, dokumentieren und mit dem Arzt die persönliche Zielmarke festlegen – oder das Risiko eines unbehandelten Hypertonus in Kauf nehmen.

Eine ausführliche Blutdrucktabelle für Frauen zeigt die aktuellen Normwerte nach Lebensjahrzehnten und gibt praktische Tipps zur Messung.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Blutdruckwert ist bei einer 80-jährigen Frau normal?

Die europäischen Leitlinien (Charité – ESC/ESH) nennen für über 80-Jährige einen Zielblutdruck von unter 140/90 mmHg, bei guter Verträglichkeit auch darunter. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt unter 135/85 mmHg. Normale Tageswerte liegen für diese Altersgruppe systolisch meist zwischen 130 und 150 mmHg.

Kann zu wenig Trinken den Blutdruck erhöhen?

Ja, paradoxerweise kann Flüssigkeitsmangel (unter 1–1,5 Liter pro Tag) zu einem Abfall des Blutvolumens führen, worauf der Körper mit Gegenregulation und Blutdruckspitzen reagiert (Deutsche Herzstiftung). Für ältere Frauen ist eine ausreichende Trinkmenge (1,5–2 Liter) besonders wichtig.

Welches Kalium-Präparat hilft gegen Bluthochdruck?

Studien zeigen, dass eine kaliumreiche Ernährung (z. B. Avocado, Spinat, Bananen) den Blutdruck um etwa 3–5 mmHg senken kann (Deutsche Herzstiftung – Ernährung). Die genaue Dosis als Präparat ist individuell und sollte mit dem Arzt besprochen werden, da zu viel Kalium gefährlich sein kann.

Ist morgendlicher hoher Blutdruck gefährlich?

Ja, der morgendliche Blutdruckgipfel (6–10 Uhr) ist ein starker Risikofaktor für Schlaganfälle und Herzinfarkte (Deutsche Hochdruckliga). Messen Sie daher unbedingt morgens und notieren Sie die Werte.

Sollte ich meinen Blutdruck jeden Tag messen?

Das wird von der Deutschen Hochdruckliga empfohlen – zweimal täglich (morgens und abends) unter standardisierten Bedingungen. Führen Sie ein Tagebuch, um Muster zu erkennen. Bei stabilen Werten genügen 2–3 Messungen pro Woche.

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